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Weg zur AHB

Die Behandlung in der Klinik Solequelle beginnt häufig im Anschluss an den Aufenthalt in einem Akutkrankenhaus.
Sind Sie noch erwerbstätig, übernimmt in den meisten Fällen die Rentenversicherung die Kosten der Maßnahme. Ihr stationärer Aufenthalt in der Rehaklinik wird in diesem Fall als Anschlussheilbehandlung (AHB) bezeichnet. Stehen Sie nicht mehr im Erwerbsleben (z.B. Rentner und Pensionäre) ist Ihre Krankenkasse der Kostenträger. Dieses Verfahren wird Anschlussrehabilitation (AR) genannt.

Aber auch ohne eine vorausgegangene Krankenhausbehandlung kann eine stationäre Rehamaßnahme erfolgen. Dazu muss Ihr behandelnder Haus- oder Facharzt den Aufenthalt befürworten und der Kostenträger eine Kostenübernahmeerklärung ausstellen.

Die Klinik-Solequelle ist von den Kostenträgern (Rentenversicherungsträger, gesetzliche Krankenkassen private Krankenversicherung, Beihilfestellen, Bundesknappschaft, Post, Bahn) als Rehabilitationsklinik anerkannt. Mit den Krankenkassen besteht ein Versorgungsvertrag gemäß § 111 SGB V.

Die privaten Krankenversicherungen übernehmen ebenfalls die Kosten der “stationären Weiterbehandlung”. Die stationäre Weiterbehandlung muss allerdings vom Akutkrankenhaus aus beantragt und von den privaten Krankenversicherungen genehmigt sein.
Außerdem können alle Selbstzahler aufgenommen werden.

Für die formale Abwicklung der Aufnahme in die Klinik Solequelle steht Ihnen ein kompetentes Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter der Telefonnummer (02943) 894-0 zur Verfügung.

Oft gestellte Fragen

Wie beantrage ich eine Anschlussheilbehandlung (AHB)?

Bei vielen Erkrankungen oder operativen Eingriffen ist eine Rehabilitation im Anschluss an die Behandlung im Akutklinikum erforderlich. Dies trifft in der Regel z. B. bei Operationen an Hüft-, Knie- Schulter-, Handgelenk sowie Bandscheiben ein. Für diese Fälle haben die Kostenträger besondere Antragsverfahren entwickelt, die eine zügige Verlegung in eine Rehabilitationsklinik bzw. AHB-Klinik gewährleisten. Alle erforderlichen Schritte können im Krankenhaus durch den behandelnden Arzt eingeleitet werden. Auch der Sozialdienst der Klinik unterstützt Sie bei der Antragstellung und organisiert die Verlegung.

An wen kann ich mich wenden?

Für die formale Abwicklung der Aufnahme in die Klinik Solequelle steht Ihnen ein kompetentes Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter Tel. 02943 - 894-0 zur Verfügung.

Habe ich ein Wunsch- und Wahlrecht?

Ja, jedoch nicht im Sinne einer „freien Wahl“, sondern nur, wenn Sie berechtigte Wünsche benennen können. D.h., die Rehabilitationsträger sind grundsätzlich berechtigt, zur Bedarfsdeckung vorgehaltene eigene oder Vertragseinrichtungen bei der Auswahl zu bevorzugen. Sie haben allerdings die vorab genannten Grundsätze und Richtlinien zu berücksichtigen. Sollten Sie einen berechtigten Wunsch genannt haben und diesem nicht entsprochen werden können, so ist der Kostenträger verpflichtet, Ihnen dies sachlich und nachvollziehbar schriftlich zu begründen (§ 9 SGB IX).

Wann ist die GKV zuständig?

Die Gesetzliche Krankenversicherung finanziert Rehabilitationsleistungen, wenn diese erforderlich sind, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Beschwerden zu lindern. Allerdings nur dann, wenn die Erwerbsfähigkeit nicht erheblich gefährdet oder gemindert ist. Sie ist oftmals Ansprechpartner, wenn kein anderer Kostenträger vorrangig zuständig ist oder wenn Vorsorgeleistungen notwendig sind, z. B. um einer drohenden Behinderung oder Pflegebedürftigkeit vorzubeugen. Sprechen Sie mit Ihrem Haus- oder Facharzt über Ihren Wunsch nach einer medizinischen Rehabilitation. Er wird Sie beraten, welche Rehabilitationsart medizinisch erforderlich ist und Sie bei der Antragstellung entsprechend unterstützen.

Wer entscheidet, in welche Rehabilitationseinrichtung ich komme?

Alle Kostenträger, also z.B. Ihre Renten- oder Krankenversicherung, entscheiden nach dem Sozialrecht nach pflichtgemäßem Ermessen. Dabei ist auf die persönliche Lebenssituation, Alter, Geschlecht, Familie und religiöse oder weltanschauliche Bedürfnisse und berechtigte Wünsche der Leistungsberechtigten Rücksicht zu nehmen (§ 9 SGB IX).

Was sind berechtigte Wünsche?

Wünsche, die den vorab genannten gesetzlichen Bestimmungen der Kostenträger nicht entgegenstehen. Die gewünschte Klinik muss für das Krankheitsbild besonders geeignet sein, das Rehabilitationsziel zu erreichen (§ 9 SGB IX). Ihrer Wahl sollten also keine medizinischen Gründe entgegenstehen und die Klinik sollte zertifiziert sein.

Gibt es Unterschiede bei den Kostenträgern?

Der Rentenversicherungsträger hat das Recht und die Pflicht, Art, Dauer, Umfang, Beginn und Durchführung der Leistungen sowie die Rehabilitationseinrichtung unter Berücksichtigung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu bestimmen (§ 13 SGB VI). Die vorgeschlagene Einrichtung muss indikationsgerecht sein. Die Krankenkassen treffen nach medizinischen Erfordernissen des Einzelfalls die Entscheidung, in welcher Rehabilitationseinrichtung die Reha stattfinden soll, ebenfalls nach pflichtgemäßem Ermessen (§ 40 Abs. 3 Satz 1 SGB V). Stationäre Rehabilitation wird in Einrichtungen mit Versorgungsverträgen erbracht (§ 111 SGB V). Daneben kann die Leistung seit April 2007 auch in zertifizierten Einrichtungen (Qualitätssicherung nach § 20 Abs. 2 a SGB IX) ohne Vertrag erbracht werden. Allerdings sind dann vom Leistungsempfänger evtl. entstehende Mehrkosten zu tragen (§ 40 Abs. 2 Satz 2 SGB V).

Wie nehme ich mein Wunsch- und Wahlrecht für die Klinik Solequelle am besten wahr?

Als Leistungsempfänger haben Sie die Möglichkeit, bereits bei der Antragstellung eine bevorzugte Einrichtung zu benennen. Die Klinik Solequelle ist mehrfach zertifiziert und erbringt damit den Nachweis, dass hier nach hohen, regelmäßig überprüften Qualitätsstandards therapiert wird. Es besteht eine Vielzahl an Belegungsverträgen. Unter anderem gehören hierzu die Deutschen Rentenversicherung Bund, die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See und die Sozialversicherungen. Nach versicherungsrechtlicher Prüfung und sozialmedizinischer Begutachtung Ihres Antrages erhalten Sie einen Bescheid. Bei Ablehnung der Rehabilitation oder auch Ihrer Wunschklinik nehmen Sie bitte Ihr Widerspruchsrecht, ggf. mit Unterstützung Ihres Arztes bei der Begründung, innerhalb eines Monats schriftlich wahr!

Viel Erfolg - Wir freuen uns auf Sie!

Checkliste für Ihren Aufenthalt

Fürs Handgepäck:

  • Vollständig ausgefüllter 8-seitiger Fragebogen, der Ihnen zugeschickt wurde
  • Arztberichte/Entlassberichte aus dem Krankenhaus in Kopie
  • Aktuelle Röntgenbilder als Folie oder Papierausdruck
  • Schriftliche medizinische Befunde und Berichte (MRT, CT) in Kopie
  • EKG- und Labordaten
  • Personalausweis

Für die medizinische Versorgung:

  • Bitte eine ausreichende Menge für Ihren 3-wöchigen Aufenthalt mitbringen.
  • Medikamentenliste
  • Rezepte vom Hausarzt zur Besorgung vor Ort
  • Krankenkassen-Chipkarte
  • Allergie-, Diabetiker-, Röntgen- , Marcumar-, Herzschrittmacher- und Impfausweis
  • Messgeräte (z.B. Blutzucker)
  • Schwerbehindertenausweis

Für den Alltag:

  • Übliche Bekleidung für mindestens 3 Wochen:

Hemden, Blusen, Röcke, Kleider, Hosen, T-Shirts / Wäsche, Socken, Strümpfe / Schlafanzüge/Nachthemden / Bequeme Kleidung / Hausschuhe / Schuhe

  • Vorhandene Hilfsmittel, wie Rollstuhl, Rollator, Gehstützen, Schienen, Bandagen, die im täglichen Umgang schon eingesetzt werden

Für Sport und Therapie

  • Trainings-/Jogginganzug
  • Leichte bequeme Trainings-/Sportkleidung
  • Leichte Sportschuhe für Innen
  • Feste Schuhe für Aktivitäten im Freien
  • Regenkleidung für Aktivitäten im Freien
  • Bademantel, Badehose oder Badeanzug, Badeschuhe
  • 1 großes Badehandtuch für Schwimmbad/Sauna
  • 2 kleine Handtücher für die Therapien (Handtücher für den täglichen Gebrauch sind in Ihrem Zimmer)
  • Reisewecker

Für die Körperpflege

  • Toilettenartikel:
  • Seife, Duschgel, Shampoo
  • Zahnpflegemittel, ggf. Behältnis für Zahnprothese
  • Kamm, Bürste
  • ggf. Utensilien für Kontaktlinsen
  • ggf. Rasierapparat
  • Fön
  • Taschentücher / Damenhygieneartikel

Für die Freizeit

  • Bargeld
  • Schreibzeug / Bücher / Musik mit Abspielgerät und Kopfhörern
  • Laptop, Handy mit Ladekabel/-Stecker
  • Evtl. Gehörschutz (Ohropax)
  • Adressen / Telefonnummern von Angehörigen und Freunden
  • Tragetasche/Rucksack für Sportzeug, Einkauf oder Wanderung

Was bleibt zuhause?

  • Größere Barbeträge, Schmuck oder andere Wertsachen

Anreise und Abreisetag

  • Am Anreisetag steht Ihnen das Zimmer ab ca. 10.00 Uhr zur Verfügung
  • Am Abreisetag sollten Sie das Zimmer bis 08.30 Uhr geräumt haben.

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